Kryonik in Deutschland
Thema 1.5

Zukunft der Reanimation

Kryokonservierung hat nur dann einen Sinn, wenn Reanimation tatsächlich möglich ist. Der Verweis auf künftige Technologie, die das schon irgendwie lösen wird, reicht als Antwort nicht aus. Dieses Thema verlangt eine konkrete Auseinandersetzung damit, was Reanimation wirklich voraussetzen würde: welches technologische Niveau nötig ist, welche Arten von Schäden sich umkehren lassen müssten und welche Mechanismen dafür realistisch infrage kommen. Wer sich mit den technischen Anforderungen und den Unsicherheiten im Zeitrahmen auseinandersetzt, entwickelt realistische Erwartungen darüber, wann Reanimation machbar werden könnte und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen. Die Unsicherheit ist real, doch sie ist begrenzt und lässt sich durchdenken.

Wie eine Wiederbelebung gelingen könnteEine Wiederbelebung nach kryonischer Konservierung ist bisher nicht möglich, würde aber keine Magie voraussetzen. Welche zwei technischen Ansätze grundsätzlich denkbar sind, die Reparatur des Körpers und seine Rekonstruktion anhand eines Scans, und warum dafür keine bislang unbekannten physikalischen Prinzipien nötig wären.Die Wette auf die NanotechnologieWarum eine Wiederbelebung Reparaturen auf Zellebene voraussetzt und wie molekulare Nanotechnologie von Feynmans Idee bis zu Drexlers Vision eines Tages dazu beitragen könnte.Können Kryonik-Patienten ohne bleibende Schäden wiederbelebt werden?Falls eine Wiederbelebung jemals möglich sein sollte: Wärst du danach beeinträchtigt oder womöglich nicht mehr du selbst? Wer diese Frage ehrlich beantworten will, muss erklären, was mit informationstheoretischem Tod gemeint ist und welche Schäden sich möglicherweise beheben lassen.Wann ist mit der Wiederbelebung durch Kryonik zu rechnen?Wer für die Wiederbelebung durch Kryonik ein konkretes Datum nennt, rät nur. Warum eine Vorhersage kaum möglich ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten: Der Zeitpunkt bleibt unbekannt.